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Stellungnahme der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG zur brutalen Räumung des Kiezladens Friedel54

Am vergangenen Donnerstag, den 29.06., räumten ca. 500 Polizist*innen den Kiezladen Friedel54 in Neukölln.

Mehrere Hundertschaften waren dabei äußerst gewalttätig gegen hunderte Menschen vorgegangen, die mit Sitzblockaden diesen weiteren Akt der Verdrängung nicht hinnehmen wollten.
Kiezladen Friedel54 mit staatlicher Gewalt geräumt

Brutale Polizeigewalt gegen Protestierende, Presse und Abgeordnete, Verletzte und Festgenommene, Fake News der Polizei, eine reaktionäre Bezirks-Bürgermeisterin, ein abgetauchter Rot-Rot-Grüner Senat und ein staatlich zerstörter Kieztreffpunkt. Aber auch hunderte solidarische Menschen, ein neunstündiger Widerstand gegen die Zwangsräumung des Kiezladens, keine*r bleibt mit der Repression alleine, nichts ist vorbei...

ausführlicher Bericht dazu vom Bündnis Zwangsräumung verhindern
Gemeinsam gegen Zwangsräumung und den Ausverkauf der Stadt

Wir — die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — unterstützen den Aufruf vom Bündnis Zwangsräumung verhindern die für Dienstag 29.06.2017 um 9 Uhr geplante Zwangsräumung der Friedel54 zu blockieren.

Nach über 13 Jahren soziokultureller, politischer und unkommerzieller Arbeit soll der Kiezladen Friedel54 zwangsgeräumt werden. Dies werden wir nicht widerstandslos hinnehmen und aufgeben für kapitalistische Profitinteressen des Immobilienhai Pinehill S.a.r.l., einer Briefkastenfirma mit Sitz in Luxemburg.

Freiräume bleiben!

Solidarität mit dem Kiezladen Friedel54 — Zwangsräumung blockieren!
Fahrradtour durch Kreuzberg 61

Am Sonntag, den 11.06. radelten wir mit 50 weiteren interessierten Menschen quer durch Kreuzberg 61 und besichtigten verschiedene stadtpolitische Brennpunkte und Baustellen.

2017 06 11 Fahrradtour01Veranstaltet wurde diese Tour vom „61er-Vernetzungstreffen“ stadtpolitischer und nachbarschaftlicher Initiativen.

Los ging es am Bockbrauerei-Gelände an der Fidicinstraße, zu den geplanten Unterkünften für geflüchtete Menschen auf dem Friedhof an der Jüteborgerstraße zur Fontanepromenade 15, einer ehemaligen Dienststelle des Reichsarbeitsamtes, in der die Zwangsarbeit für jüdische Menschen aus Berlin organisiert wurde.

Danach fuhren wir zur Schleiermacherstraße/Ecke Blücherstraße und in den Kiez Mittenwalderstraße/ Ecke Fürbringerstraße.

Dann verließen wir die Kreuzberger Seite südlich des Landwehrkanals und radelten zu den großen Neubauprojekten Blumengroßmarkt, Stresemannstraße, Postscheckamt und zum sogenannten Dragoner Areal. Diese Areale sind teilweise im Bau, teilweise aber auch erst in Planung.
12.06.2017: Prozessausgang Kopenhagener Strasse 46

Heute vormittag fällte eine Berufungsrichterin am Landgericht Berlin Mitte die endgültige Entscheidung, dass die Modernisierungsankündigung gegen die letzten Mieter in der Kopenhagener Strasse 46 formell unwirksam ist.

Eine zwischenzeitlich eilig zusammengeschriebene neue Ankündigung verwies sie zurück an das Amtsgericht. So können die letzten Bewohner des Hauses Kopenhagener Strasse 46 nach 4 Jahren Gerichtsprozessen, unzähligen Abmahnungen, fristlosen Kündigungen, Räumungsklagen und unbewohnbar gemachter Wohnung zum ersten Mal etwas durchatmen!
23.05.2017 Pressemitteilung zu den jüngsten Geschehnissen vom Wochenende in Neukölln

2017 05 17 Selbstverwaltung01
Durch einen Polizeieinsatz wurde am Sonntagabend ein Experiment nachbarschaftlicher Selbstverwaltung in Neukölln frühzeitig beendet. Am Samstag, den 20.05.2017 hatte eine Gruppe von Aktivist*innen einen seit Jahrzehnten leerstehenden Holzkohlenladen in der Wipperstraße besetzt und als Kiezladen neu eröffnet. Weitere Schritte zur Gestaltung des Kiezes werden nun geplant.

“Die Nachbarschaft hat die neue Einrichtung begeistert aufgenommen. Für 26 Stunden wurde hier ein nichtkommerzieller Ort geschaffen, an dem Menschen sich kennenlernen und gemeinsam aktiv werden konnten. Künstler*innen und Kinder aus dem Kiez haben sich direkt der Gestaltung und Dekoration der Räume angenommen. Leider wurde dies durch einen ordnungsrechtlichen Eingriff der Polizei ohne jeglichen Anlass oder Räumungstitel wieder unterbunden, während gerade ein erstes offenes Nachbarschaftstreffen zur Planung der weiteren Nutzung stattfand”, sagt Maja Schmidt, urbane Kreativistin.
23.05.2017 Pressemitteilung vom Kiezladen Friedel54: Räumungstermin für Kiezladen Friedel54 steht fest

Der Räumungstermin für den seit mehreren Monaten bedrohten Kiezladen Friedel54 im Neuköllner Reuterkiez steht fest. Am 29. Juni soll ein Gerichtsvollzieher die Räume des sozialen Zentrums in Besitz nehmen, höchstwahrscheinlich unterstützt von einem massiven Polizeiaufgebot.
Squat the city — Besetzung als Voraussetzung der Utopie

Besetzungen sind lange kein Berliner Alltag mehr — nach 'Berliner Linie' wird jede neue Besetzung innerhalb von 24 Stunden geräumt. Diese "Leitlinie" hat zur Folge, dass Neubesetzungen in Berlin häufig als utopisch gesehen und gar nicht erst in Erwägung gezogen werden. Doch ist die Aneignung von Raum keine Utopie, sondern Voraussetzung für politische Organisation & Praxis und somit eine Notwendigkeit in Zeiten, in denen immer wieder Abwehrkämpfe um Läden, Häuser und öffentlichern Raum verloren werden.
Arndtstraße 13 — Chamissoplatz

Ein Haus steht leer und wieder wird bezahlbarer Wohnraum in einem Milieuschutzgebiet verschwinden

Jahrelang geduldete und zuletzt sogar genehmigte Zweckentfremdung: Auf Kosten der Ärmsten — Wohnen auf Zeit für osteuropäische Arbeiter*innen und Roma-Familien — wurde wohl viel Gewinn aus dieser Form der Wohnungsspekulation gemacht. Und jetzt steht das entmietete Haus zum Verkauf.
"Die Stadt als Beute" ...

... ein nüchterner Titel, ein ebenso direkter Film und ein zahlreich interessiertes Publikum: die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG und die Nachbarschaftsinitiative Kiez-Aktiv: Bockbrauerei zeigten am vergangenen Dienstag, 28.03., den 2016 erschienenen Film "Die Stadt als Beute".
Der Veranstaltungsort war brechend voll und die anschließende Diskussion zum Film, auch zur gegenwärtigen Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt, war sehr lebhaft.
Pressemitteilung Februar 2017: Initiative wirbt für tolerantes Kreuzberg

Über 100 Unterstützer stärken der Gruppe vom U-Bahnhof Gneisenaustraße den Rücken

"Tolerantes Kreuzberg", diesen Namen hat sich eine neue Bürgerinitiative in Kreuzberg gegeben. Auslöser für die Gründung der Initiative waren Berichte über eine andere Initiative, die versucht, 15 bis 20 Methadon-Patienten, die sich tagsüber am U-Bahnhof Gneisenaustraße treffen, von dort zu vertreiben. Erstmals traf sich die Initiative "Tolerantes Kreuzberg" am Donnerstagabend im „Backbord“ in der Gneisenaustraße. Mit dabei waren auch zwei der Betroffenen, die die Situation am U-Bahnhof aus ihrer Sicht schilderten. Dabei stellte sich heraus, dass die Gruppe sich nur deshalb dort trifft, weil sie sonst keine gar keine andere Möglichkeit habe.