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Wir — die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — möchten gerne die Karte der Verdrängungsprozesse für "61" aktualisieren: viele Mietshäuser haben nicht nur die Abgeschlossenheitserklärung, sondern sind mittlerweile in Eigentumswohnungen umgewandelt. Kündigungen wegen 'Eigenbedarf' haben Hochkonjunktur. Ferienwohnungen in lukratives möbliertes, zeitlich befristetes Wohnen übertragen. Kleingewerbetreibende verdrängt...
Schaut doch mal in der Karte nach, ob in euren Häusern Daten aktualisiert werden sollten oder ob euer Haus überhaupt schon auf der Karte ist.
Stellungnahme der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG zur Räumung des Kneipenkollektivs „Syndikat“ am 07.08.2020

SyndikatWir sind wütend.

Wütend über eine weitere gewalttätige Zwangsräumung.

Diesmal wurde das seit mehr als 34 Jahren existierende Kneipenkollektiv „Syndikat“ in Neukölln geräumt. Die englische Milliardärsfamilie Pears, die mehr als 3 000 Wohnungen in Berlin besitzen und damit einer der großen Player auf dem Wohnungsmarkt, hat die Räumung ausschließlich per Gerichtsbeschluss durchgesetzt, ohne auf die Gesprächsbereitschaft mit den Gewerbebetreibende einzugehen.
Juli 2020: Das sogenannte Dragoner Areal vergesellschaften — für den Stadtteil, für die Stadt! 

Für eine Stadt von Unten

2020 06 28 Dragi TranspiAm 28.6. besetzten Unterstützer*innen der von Räumung betroffenen bzw. bedrohten antifaschistischen Jugendzentren „Drugstore“ und „Potse“ langjährig leerstehende Räume auf dem sogenannten Dragoner Areal in Kreuzberg.
Ihre Forderung war die sofortige Zwischennutzung leerstehdender Räume für die o.g. Jugendzentren.
Die Antwort: Die Berliner Linie durch die BIM, den Senat, „die Politik“.
Solidarität mit der Besetzung auf dem DragonerAreal
Sofort — Räume für die selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse!


DragiAm Sonntag, den 28.6.20, besetzten Nutzer*innen und Unterstützer*innen der selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse seit über 10 Jahren trotz Denkmalschutz leerstehende Gebäudeteile auf dem DragonerAreal.

Die beiden von unten durchgesetzten selbstverwalteten Zentren bestanden und bestehen seit über 40 Jahren in einem lange Zeit landeseignen Gebäude in Schöneberg, das vor etwa 10 Jahren privatisiert wurde. So wurden sie Spekulationsinteressen geopfert und trotz umfangreichen Widerstands und vieler Proteste musste das Drugstore seine Räume im Januar 2019 aufgeben, die Potse steht kurz vor der Räumung. Vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg versprochene geeignete Ersatzräume wurden bis heute nicht gefunden und übergeben.
Update 29.06.: Die Besetzung durch Jugendliche für einen Freiraum auf dem seit Jahren leerstehenden Dragoner-Areal in Berlin-Kreuzberg wurde durch die Polizei im Auftrag des rot-rot-grünen Senats geräumt. Die Besetzer*innen wurden von der Polizei in Gefangensammel-Stellen verschleppt.
Infos u.a. hier auf Twitter: #b2906

28.06.2020 Aneignung leerstehender Räume auf dem sogenannten Dragoner Areal!


Kommt vorbei und unterstützt die Aneignung — jetzt solidarisieren!

2020 06 28 Dragi 01Für das vor über einem Jahr entmietete Jugendzentrum „Drugstore“ und in Solidarität für das von Räumung bedrohte Jugendzentrum „Potse“ wurden heute auf dem sog. Dragoner Areal jahrelang leerstehende und nicht genutzte Räume besetzt und somit der weitere Verfall dieser beendet.


Die Besetzer*innen fordern eine Zwischennutzung dieser Räume für eine selbstorganisierte, unkommerzielle und antifaschistische Jugendarbeit.
20.06.2020: Fotos von der Demonstration "shut down Mietenwahnsinn — sicheres zuhause für alle"


20.06. um 14 Uhr Demonstration shut down Mietenwahnsinn — sicheres zuhause für alle

Shut Down MietenwahnsinnÜberall auf der Welt herrscht die Wohnungskrise. Der Immobilienmarkt versagt schon lange dabei, ausreichend bezahlbare Wohnungen, Gewerberäume, soziale und kulturelle Räume bereitzustellen. Die COVID-19-Pandemie verschärft diese Krise dramatisch. Doch selbst jetzt müssen noch Menschen auf der Straße oder in Sammelunterkünften leben.


Spätestens seit der letzten Finanzkrise hat die Immobilienbranche Gewinne über Gewinne aufgehäuft. Die Rechnung haben wir Mieter*innen bezahlt. Auch jetzt sollen die Mieten weiter fließen, selbst wenn wir weniger verdienen. Mit Transferleistungen garantiert die Bundesregierung — auf Kosten der Allgemeinheit — die Mietsteigerungen der letzten Jahre.
Bis Ende Juni gibt es auch einen coronabedingten Kündigungsaufschub. Aber wie sollen wir später Mietschulden zurückzahlen, wenn wir uns die Miete schon jetzt kaum leisten können? Ohne Verlängerung drohen ab Herbst erneut Zwangsräumungen und eine Verdrängungswelle.
 
Shut down Mietenwahnsinn — sicheres Zuhause für alle!

Dabei geht es nicht nur um unser Wohnen, sondern auch um unsere Läden, Kneipen, Kulturorte und sozialen Zentren, die schon jetzt um ihre Existenz fürchten.
28.03.2020: Fotos von der (Online)-Demo "Gemeinsam widersetzen gegen #Mietenwahnsinn"


28.03.2020: Online-Demo

Am Samstag hat das breite Bündnis trotzdem zum Protest aufgerufen: zu einer Fenster- und Online-Demonstration.
Unseren Forderungen und unserem Protest wollen wir weiterhin eine Stimme geben! Deshalb sagen wir den Housing Action Day nicht ab, sondern verlagern ihn zusammen mit unseren europäischen Bündnispartner*innen in unsere Wohnungen und Häuser sowie in die sozialen Medien!



Wir laden dazu ein, am Samstag unsere Forderungen mit Transparenten und Plakaten an Fenstern und Balkonen zu unterstützen. UM 18 UHR werden wir laut: Für 10 Minuten wird mit Töpfen und Deckeln gescheppert. Bereitet euch vor und gebt euren Freund*innen und Nachbar*innen Bescheid!
Das Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn gibt nicht kampflos auf

Wohnen für Menschen 2Nachdem die Demonstration Gemeinsam widersetzen gegen #Mietenwahnsinn für Samstag 28.03.2020 aufgrund der aktuellen Situation verschoben werden musste, ruft das #Mietenwahnsinn-Bündnis trotzdem zum Protest auf: zu einer Fenster- und Online-Demonstration.

"Unseren Forderungen und unserem Protest wollen wir weiterhin eine Stimme geben! Deshalb sagen wir den Housing Action Day nicht ab, sondern verlagern ihn zusammen mit unseren europäischen Bündnispartner*innen in unsere Wohnungen und Häuser sowie in die sozialen Medien!"

Wir laden dazu ein, am Samstag unsere Forderungen mit Transparenten und Plakaten an Fenstern und Balkonen zu unterstützen. UM 18 UHR werden wir laut: Für 10 Minuten wird mit Töpfen und Deckeln gescheppert. Bereitet euch vor und gebt euren Freund*innen und Nachbar*innen Bescheid!
20.03.2020 Video: Kundgebung "Wohnraum für alle"

Zwangsräumungen und Leerstand während der Coronakrise?

In Zeiten von Corona wird deutlich, dass ein Recht auf Wohnen lebensnotwendig ist. Deshalb sehen wir uns dazu gezwungen am 20.03. eine Aktion vor dem Roten Rathaus zu veranstalten. Mit themenbezogenen Atemschutz ist zu rechnen.

Wir möchten uns solidarisch mit all denjenigen zeigen, die momentan am härtesten von der Krise betroffen sind. Menschen ohne eigene Wohnung oder Obdach. Deswegen gab es am 20.03. um 14 Uhr eine Kundgebung vor dem Roten Rathaus um unsere Forderungen auf die Straße zu tragen.
Pressemitteilung 20.03.2020: Kündigung von Mieter*innen in der Urbanstr. 67 durch Rocket Internet

update: Nachdem Mieter*innen der Urbanstr. 67 sich nach Eingang der Kündigung am Morgen an die Öffentlichkeit und Presse wendeten, nahmen die Samwerbrüder/ Rocket Internet die Kündigungen heute Nachmittag erstmal zurück.

Rocket Internet kündigt Mieter inmitten der Corona-Krise

Urban 67Während in Berlin über Ausgangssperren und weitere drastische Maßnahmen bezüglich der Corona-Krise diskutiert wird, kündigte das börsennotierte Unternehmen Rocket Internet mit Sitz in Berlin Mieter der Urbanstr. 67 in Berlin-Kreuzberg gestern per Boten.
Erst im Herbst hatte der Konzern die Immobilie unter Protest der Mieter*innen gekauft.

„Uns fehlen die Worte — während ganz Deutschland neue Formen der gegenseitigen Solidarität erfährt, während die Kanzlerin zu einem neuen Miteinander aufruft und an die Verantwortung von uns allen appelliert, versucht Rocket Internet die Corona-Krise gewinnbringend auszuschlachten und die fehlende mediale Aufmerksamkeit dazu zu nutzen, um Fakten zu schaffen", erklärt Marion G. von der Hausgemeinschaft der Urbanstr. 67 zur Kündigung. „Während Rocket Internet und der CEO Oliver Samwer bisher stets öffentlich beteuerten, um sozial verträgliche Lösungen für die Mieter*innen der Urbanstr. 67 bemüht zu sein, kann man die Kündigungen in einer solchen Krisensituation, wie wir sie momentan durchlaufen, nur als absolut verantwortungslos, unsozial und inhuman bezeichnen", so Marion weiter.