Do 07.12. um 19 Uhr Informationsveranstaltung Der Countdown läuft — Bebauung ohne Bürgerbeteiligung?!

Drohende Zerstörung des Kultur- und Gewerbestandorts Bockbrauerei
 

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Das Bild oben links zeigt den funktionierenden Gewerbestandort Bockbrauerei (Fidicinstraße 3/ Schwiebusser Str. 16), wie er bis zum Verkauf 2016 existierte. Die beiden anderen Bilder sind Baupläne, die der Investor, Jürgen Leibfried von der Bauwert AG, am 18.10. im Bau-Ausschuss vorgestellt hat.

Was ist bisher auf dem Gelände der Bockbrauerei passiert?

Von 1990 bis 2010 wurde das Gelände vom damaligen Eigentümer saniert und modernisiert. Dadurch entstand ein lebendiger und wirtschaftlich erfolgreicher Gewerbestandort mit einem Mietermix aus kleinen und mittleren Gewerbetreibenden und Kultureinrichtungen.

Im April 2016 jedoch wurde das Gelände an den Großinvestor Bauwert AG unter Vorstand Jürgen Leibfried verkauft. Seitdem werden die Kleinhandwerker, Weinhändler und Kulturschaffenden einer nach dem anderen verdrängt – sei es durch die Verweigerung von üblichen Vertragsverlängerungen, anwaltlichen Druck usw. Bis jetzt sind schon mindestens 15 Gewerbe mitsamt ihren Arbeitsplätzen verschwunden. Weitere wie z.B. das traditionsreiche Percussion Art Center (PAC) haben nur noch eine „Gnadenfrist" von wenigen Monaten.

Was hat der Investor mit dem Gelände vor?
Der Investor will großzügig abreißen und fünf- bis sechsgeschossige Gebäude mit Luxusappartements bauen. In größtmöglicher Anzahl, um eine größtmögliche Rendite zu erzielen. Außer für einige Alibi-Gewerbe-Mieter soll laut Investor viel Platz für Luxus-Eigentumswohnungen geschaffen werden – das meiste Gewerbe muss weichen. Die vorgelegten Pläne lassen sogar befürchten, dass mehrere denkmalgeschützte Keller zerstört werden. Durch diverse kleinere Versprechungen möchte Herr Leibfried sein Bauprojekt durchpressen und unbedingt verhindern, dass es ein Bebauungsplan-Verfahren mit Bürger_innen-Beteiligung stattfindet. Die meisten Parteien in der BVV sind in Gefahr, das Bauprojekt im Gegenzug gegen unverbindliche Versprechen durchzuwinken.

Aber nicht mit uns. Wir fordern:

• Den Erhalt des Areals als Gewerbehof für kieznahes Gewerbe und Kulturprojekte zu bezahlbaren Mieten
• Ein ordnungsgemäßes Bebauungsplanverfahren mit umfassender Anwohner_innen-Beteiligung
• Garantierte informationelle Transparenz aller Parteien und Offenlegung der Investorenpläne
• Keine Aufweichung des Denkmalsschutzes (Ort von Zwangsarbeit und Rüstungsproduktion 1944/45)
• Erweiterung des Denkmalschutzes auf die einmaligen Brauereikeller aus dem 19. Jahrhundert
• Keine bauliche Verdichtung durch Luxus-Eigentumswohnungen

Flyer zum Verteilern, Weitergeben...

Initiative Kiez aktiv: Bockbrauerei

Ort: im Wasserturm, Kopischstraße 7, Kreuzberg (U-Bahn Platz der Luftbrücke)

Weitere Termine:

Bau-Ausschuss („StadtBW")
Mi, 6.12.2017, 18.00 Uhr
Bockbrauerei auf der TO
Rathaus Kreuzberg

BVV-Sitzung
Mi, 13.12.2017, 18.00 Uhr
Endgültige Entscheidung?
Rathaus Kreuzberg
28.09.2017: Stellungnahme der Initiative Kiez-Aktiv: Bockbrauerei zur Einladung einer "Zukunftswerkstatt"

Im Namen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg hat die Belius GmbH die Gewerbetreibenden des Bockbrauerei- Geländes zu einem Zukunftsworkshop Gewerbestandort Bockbierbrauerei eingeladen.

Abgesehen davon, dass der Workshop, der am 28.09.2017 stattfinden soll, erst eine Woche zuvor angekündigt wurde und dass der anberaumte Termin, werktags von 9:00 bis 13:00 Uhr, für Gewerbetreibende schlecht bis gar nicht wahrnehmbar ist, möchten wir folgendes feststellen:

Seit mindestens 17 Monaten ist dem Bezirk bekannt, dass das Bockbrauerei-Gelände verkauft wurde und dass die neue Besitzerin, die Bauwert Investment Group, mit einer groß angelegten Entmietung des Geländes schon sukzessive Fakten geschaffen hat.

Der Satz in der Einladung „Ziel des Workshops ist es, erste Ansätze für einen sinnhaften und nachhaltigen Weg einer behutsamen Weiterentwicklungsstrategie aufzuzeigen," muss den vielen Gewerbetreibenden, die schon vom Gelände vertrieben wurden, wie blanker Hohn vorkommen.

Manche Existenzen sind bereits unwiederbringlich zerstört worden.

Von den Kultur- und Gewerbetreibenden, die demnächst das Areal verlassen müssen und von denen, die noch mit der Gnadenfrist einer kurzen Vertragsverlängerung versehen wurden, kann dieser Workshop nur als eine Feigenblatt-Veranstaltung wahrgenommen werden.

Die Bezeichnung Abwicklungsworkshop wäre daher sicherlich zutreffender gewählt als der Begriff Zukunftsworkshop.

Das Schicksal dieses jahrzehntelang gewachsenen Areals, mit kieznaher Kultur- und Gewerbestruktur, wo Mieten noch bezahlbar waren, war bereits besiegelt, als die Bauwert Investment Group es gekauft hatte.

Dieser Investor ist landesweit bekannt für den Bau von Luxus-Wohnungen und exklusiven Gewerbeimmobilien mit dem Leitgedanken: Maximaler Profit.

Die Bezirkspolitik kann da nur mitspielen und zuschauen oder höchstens versuchen minimalen Einfluss zu nehmen.

Unserer Meinung nach ist dieser Workshop also eine Farce.

Kiez-Aktiv: Bockbrauerei


Schreiben der Belius GmbH an die Initiative vom 25.09.2017:

Liebe Anwohner*innen-Initiative, wir möchten sie im Namen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg zur Teilnahme am 'Zukunftsworkshop Gewerbestandort Bockbierbrauerei' einladen.

Diese Zusammenkunft ist Teil einer Machbarkeitsstudie, die die Grundlage für das sich anschliessende Bebauungsplanverfahren bildet, sofern die BVV an diesem fest hält.

Leider ist die Zeitschiene in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt sehr kurz, daher ist der Termin recht kurzfristig angesetzt. Wir möchten uns dafür schon im Vorfeld bei Ihnen entschuldigen und bitten um Ihr Verständnis.

Ziel des Workshops ist es, erste Ansätze für einen sinnhaften und nachhaltigen Weg einer behutsamen Weiterentwicklungsstrategie aufzuzeigen. Wie kann sich das Areal Bockbrauerei zu einem wirtschaftlichen tragfähigen und attraktiven Gewerbestandort für derzeitige und zukünftige Nutzer sowie die Nachbarschaft im umliegenden ‚Bergmannkiez' und den anzunehmenden Bewegungen rund um den ehemaligen Flughafen Tempelhof weiterentwickeln?

Gemeinsam möchten wir in diesem Workshop eine Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren bzw. für eine künftige Entwicklung des Areals zeichnen, ihre zukünftige Bedeutung für Berlin, den Bezirk und sein direktes Umfeld erarbeiten. Angestrebt ist, einen Ort zu schaffen, der städtebaulich, architektonisch, künstlerisch, menschlich, stadtgesellschaftlich als auch wirtschaftlich funktioniert.

Der Workshop findet nächste Woche am Donnerstag 28.09. von 9:00 - 13.00 Uhr statt.
Wir würden gerne Räumlichkeiten vor Ort nutzen, damit wir das Areal richtig wahrnehmen können. Für Vorschläge sind wir dankbar.
Denkmalschutz für die Bockbrauerei — neue Infos

Wir haben einen wichtigen Schwerpunkt unserer Forderungen bzgl. Denkmalschutz für die Bockbrauerei durchsetzen können !

Der größte Teil der historischen Bockbrauerei-Keller, die 1944 zu einem unterirdischen Ort der Zwangsarbeit für die Rüstungsproduktion umfunktioniert wurden, ist vom Landesdenkmalamt zu Berlin denkmalrechtlich unter Schutz gestellt worden!

Der vom Landesdenkmalamt getätigte Eintrag in die Denkmalliste des Landes Berlin lautet: „Fidicinstraße 3, Rüstungsfabrik der Firma Telefunken in umgebauten Brauereikellern 1944 (...), Schwiebusser Str. 14-16".

Das Landesdenkmalamt ist zu dem Ergebnis gelangt:

"Kein anderer Ort der NS-Zwangsarbeit in der unterirdischen Rüstungsproduktion in Berlin ist in dieser Authenzität, in seiner Integrität so gut erhalten geblieben und dokumentiert, wie die baulichen Anlagen der historischen Brauereikeller, in denen die Telefunken GmbH zur Zeit des NS-Regimes eine unterirdische Rüstungsfabrik betrieben hat."

Der Denkmalschutz verändert die Bedingungen der Benutzung des Geländes durch den Investor Bauwert AG.
Das Gelände ist nunmehr ein Ort des Erinnerns. Es ist ein Ort des kollektiven Bewußtseins und nicht mehr nur Objekt der Kapitalverwertungsinteressen eines Projektentwicklers. Der Ort kann jetzt nicht mehr einfach verschwinden.
Niemals vergessen!

AG Denkmalschutz
Der Investor

Investor J. Leibfried:  die Bockbrauerei jungen Familien herrichten




Finanzgenie J. Leibfried: weniger Renten für junge Familien


Und wieder zeigt sich das Gesicht der Verdrängung in unserem Stadtteil

Das Bockbrauerei-Gelände zwischen Fidicinstraße und Schwiebusser Straße ist an die Bauwert Investment Group verkauft worden

Die Pläne des Investors Jürgen Leibfried bedeuten nichts anderes als die Verdrängung von langjährigem kieznahem Gewerbe zugunsten hochpreisiger Eigentumswohnungen und teurem Gewerbe

Zitate aus seiner Website:
„Die BAUWERT Investment Group gehört zu den führenden Projektentwicklern in Deutschland. Sie hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre zu einem der wichtigsten Unternehmen beim Prime Development entwickelt. Das Kerngeschäft bilden gehobene Büro- sowie Einzelhandelsimmobilien in innerstädtischer Top-Lage der deutschen Metropolen und exklusive Immobilien zum Wohnen in den sehr guten Gegenden von Berlin.“

„Über 400 Gebäude mit mehr als 1.800.000 Quadratmetern Nutzfläche und einem Investitionsvolumen von rund 4,2 Milliarden Euro bilden die Grundlage unserer Erfahrung.“

„Zu unseren Investoren zählen die kapitalstärksten Immobilienanleger der Bundesrepublik.“

Es wird gemunkelt, dass die Bauwert AG 40 Mio. Euro für den Kauf des Areals bezahlt hat. Dies deutet klar auf eine spekulative Verwertung hin, nur durch Luxus-Bauten können die üblichen Renditen erzielt werden.

Die Bauwert Investment Group pflegte beste und langjährige Kontakte zum rot-schwarzen Senat und kann bei Widerspruch von der Bezirksverordnetenverammlung mit der Unterstützung unserer jeweiligen Stadtregierung rechnen, wie uns das beim Konflikt um das Freudenberg Areal in Friedrichshain oder bei den Skandal-Neubauten unmittelbar an der Friedrichswerderschen Kirche in Mitte deutlich gemacht wurde.

Wir wollen keinen weiteren Luxusneubau von Eigentumswohnungen!

Wir fordern, dass das jetzige Gewerbe auf dem Bockbraurei-Gelände bleibt und auch in Zukunft gesichert ist!

Jetzt bezahlbaren Wohnraum schaffen, steigende Mieten stoppen, Umwandlungen der Miet- in Eigentumswohnungen beenden, ...
Denkmalschutz für die Bockbrauerei

Unsere Forderung „Denkmalschutz für die Bockbrauerei" wird von vielen unterstützt. Das freut uns und motiviert uns, dieses Anliegen voran zu bringen.
Wir danken allen, die uns hierbei begleiten, unterstützen und aktiv ihre Solidarität bekunden.
 
Kürzlich wurde uns von der Initiative „Denkmalschutz für die Bockbrauerei" eine Resolution der Bezirksverordnetenversammlung übermittelt, mit der das Kommunalparlament des Bezirks seine Unterstützung unserer Forderung „Denkmalschutz für die Bockbrauerei" zum Ausdruck bringt.
Die Resolution (DS/2309/IV), mit der die Bezirksverordneten ausdrücklich ihre Unterstützung für eine denkmalrechtliche Unterschutzstellung der Kreuzberger Bockbrauerei (Fidicinstr. 3/Schwiebusser Str. 14, 16, Berlin-Kreuzberg) bekunden, wurde in der BVV einstimmig beschlossen.
 
Wir danken den Bezirksverordneten für diese explizite Unterstützung unserer Forderung „Denkmalschutz für die Bockbrauerei".
 
Der Text der von der Bezirksverordneten-Versammlung beschlossenen Resolution DS/2309/IV als PDF.
Redebeitrag auf der Kiezdemo am 17.07.2016 zur Bockbrauerei

Hallo liebe Demoteilnehmerinnen und Demoteilnehmer, liebe Anwohnerinnen und Anwohner!
Wir begrüßen Euch auf unserer Kiezdemo gegen Aufwertung und Verdrängung.
Wir befinden uns vor dem Gelände der Bockbrauerei, Fidicinstr.3, auf dem sich viele soziokulturelle Projekte sowie Kleingewerbe befindet, die sich akut von Verdrängung bedroht sehen.
Wir, die Initiative „Kiezaktiv Bockbrauerei“, engagieren uns dafür, genau dies zu verhindern.

Kurz zur Geschichte der Bockbrauerei:

Die 1839 eröffnete „Bockbrauerei am Tempelhofer Berg“ nimmt in der Geschichte des Brauereiwesens in Berlin eine bedeutende Rolle ein. Bockbier war zu jener Zeit ein Novum in Norddeutschland. Historisch gesehen ist die 1839 eröffnete Bock-Brauerei die älteste Berliner Brauerei für untergärige Biere.
Keine Verdrängung ! Kiezgewerbe und -kultur auf dem Gelände der Bockbrauerei retten!

Die Bockbrauerei — ein Gewerbegebiet zwischen Fidicinstraße und Schwiebusser Straße

In unserer Stadt werden immer mehr Mieter und Gewerbetreibende verdrängt. Investoren kaufen Grundstücke und bauen, um maximalen Gewinn zu erzie­len. Es entstehen zunehmend Luxusbebauungen und unbezahlbare Eigen­tumswohnungen.

Das Gelände der Bockbrauerei wurde im April 2016 verkauft. Die "Bauwert In­vestment Group" will — so der Investor — 325 Wohnungen (davon 250 Eigen­tumswohnungen) bauen.

Investor Jürgen Leibfried ist für hochpreisige Luxusbebauungen bekannt. Die Friedrichswerdersche Kirche (Schinkelmuseum & Skulpturen der Nationalgalerie) musste 2012 wegen Baurissen geschlossen werden — dicht daneben hatte der Investor Luxuswohnungen mit zweigeschossiger Tiefgarage errichtet.

Wir wollen die heutige Struktur und Nutzung der "Bockbrauerei" erhalten.

Auf dem Gelände bieten Dienstleistende und Gewerbetreibende ein breites Angebot. Hier gibt es u.a. die Tanzschule Maxixe, Trommelgruppen, das Archiv für Jugend­kulturen, die Probebühne des Theaters Thikwa. Auch historisch ist das Gelände schützenswert, denn die Brauerei-Keller unter dem Gelände sind eine Beson­derheit in Berlin und haben ihre eigene Geschichte.

Wir wollen eine lebendige Stadtkultur, in der Kultur- und Gewerbetreibende ge­nauso ihren Platz haben wie Mieter*innen.

Die Bezirksverordnetensammlung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg be­schloss im Mai 2016 den Kultur- und Gewerbestandort zu erhalten.

Verdrängung hat viele Gesichter. Aber auch wir haben viele Gesichter — zeigen wir uns! Wir mischen uns ein! Macht mit!

KIEZ AKTIV: Bockbrauerei: wir treffen uns montags um 19 Uhr im Wasserturm, Kopischstr.7

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sa. 16.07. um 17 Uhr Lange Tafel: Spaghetti-Essen in der Bergmannstraße, zwischen Zossener Str. und Nostitzstr.


So. 17.07. um 11:30 Uhr Demo mit Start an der Bockbrauerei, Fidicinstr.3 und ab 14 Uhr Festival auf dem sogenannten Dragonerareal /Gretchen, Mehringdamm /Ecke Obentrautstr.
26.05.2016: Für die Mieter und Mieterinnen des Bockbrauerei-Geländes

Wir sind Kiez-Nachbarn und möchten uns an Sie wenden, weil das Bockbrauerei-Gelände an die „Bauwert Investment Group“ verkauft wurde. Deren Vorstand, Herr Dr. Jürgen Leibfried, hat angekündigt, dass er dort 140 Eigentumswohnungen bauen möchte. Alle Flachbauten auf dem Gelände sollen abgerissen werden. Die „Bauwert Investment Group“ ist dafür bekannt, hochpreisige Luxus-Eigentumswohnungen zu bauen.

Diesen Eingriff wollen wir nicht hinnehmen — und begrüßen es, dass die Bezirksverordneten-Versammlung Friedrichshain-Kreuzberg einen Beschluss zur weiteren gewerblichen Nutzung (Bebauungsplan) gefasst hat. Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Peter Beckers unterstreicht mit seiner heutigen Einladung an Sie, dass ihm am Erhalt des Gewerbestandorts Bockbrauerei gelegen ist.

Was sind unsere Ziele?
  • Wir wünschen uns, dass die kleinteilige kulturell-gewerbetreibende Mischung auf dem Bockbrauerei-Gelände erhalten bleibt. Sie gehört für uns zum Leben von Kreuzberg 61.
  • Wir wollen, dass Sie auf dem Gelände bleiben können, sie gehören hierher, mitten in den Kiez.
Wie planen wir, unsere Ziele zu erreichen?
  • in Absprache mit Ihnen
  • unter Wahrung der Interessen jedes Einzelnen (z.B. Anonymität)
  • Vernetzung im Kiez von Mensch zu Mensch, schöne gemeinsame öffentliche Events wie Kiez-Fest
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Initiativen (u.a. Freudenbergareal = gleicher Investor)
  • Solidarität untereinander
  • die Öffentlichkeit informieren, Pressearbeit, Medien, öffentliche Aufmerksamkeit
  • demokratische Einflussnahmen auf allen Ebenen der Berliner Politik
Wir sind gespannt auf Ihre Meinung
  • Was wünschen Sie sich?
  • Wie bewerten Sie den Standort Bockbrauerei für Ihr Gewerbe?
  • Würden Sie gern bleiben?
  • Wie können wir Sie unterstützen?
Wie können wir ins Gespräch kommen?

Schreiben Sie uns an diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir würden uns sehr darüber freuen, ganz unbefangen und unverbindlich mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Kiez Aktiv: Bockbrauerei
Das Bockbrauerei-Gelände ist an die Bauwert-Investment-Group verkauft worden

Wieder soll ein Kultur- und Gewerbegebiet verschwinden. Das 13.000 m2 umfassende Areal zwischen Fidicinstraße und Schwiebusser-Straße beherbergt etwa 30 Kultur- und Gewerbebetriebe. Bis auf ein Gebäude soll alles abgerissen werden um für den Neubau von 320 Wohnungen Platz zu schaffen.

Die Bauwert-Investment-Group ist unter anderem dafür bekannt bundesweit hochpreisige Luxuswohnungen zu errichten.


Hintergrundinformationen zur Bauwert-Investment-Group, Kurfürstendamm 21

Zitate aus deren Website:
„Die BAUWERT Investment Group gehört zu den führenden Projektentwicklern in Deutschland. Sie hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre zu einem der wichtigsten Unternehmen beim Prime Development entwickelt. Das Kerngeschäft bilden gehobene Büro- sowie Einzelhandelsimmobilien in innerstädtischer Top-Lage der deutschen Metropolen und exklusive Immobilien zum Wohnen in den sehr guten Gegenden von Berlin.“

„Über 400 Gebäude mit mehr als 1.800.000 Quadratmetern Nutzfläche und einem Investitionsvolumen von rund 4,2 Milliarden Euro bilden die Grundlage unserer Erfahrung.“

„Zu unseren Investoren zählen die kapitalstärksten Immobilienanleger der Bundesrepublik.“
Geschichtlicher Abriss der Bockbrauerei

Die Brauerei wird erbaut — erstmals Bockbier aus Berlin


Nachdem der aus Bayern stammende Küfer und Bierbrauer Georg Leonard Hopf das Gelände des heutigen Branchen-Quartiers erworben hatte, begann 1838 die Errichtung einer Brauerei. Bereits ein Jahr später waren die Gebäude fertig gestellt. Im Frühjahr 1840 wurde hier das erste Bockbier, das je in Norddeutschland gebraut wurde, ausgeschenkt.

Das Bockbier erfreute sich bei den Berlinern von Anfang an einer großen Beliebtheit. Sie zogen in Massen vor die Stadt, um, zunächst an roh gezimmerten Tischen und Bänken, das untergärige Bier zu genießen. Aus diesen geselligen Zusammenkünftigen entwickelten sich schon bald Bockbierfeste, deren Tradition bis heute in ganz Deutschland fortlebt.

Ein Brand zerstörte 1842 den größten Teil der oberirdischen Gebäude, sodass sie ersetzt werden mussten.
Durch Erweiterungen des Geländes und mehrere Neu- und Umbauten wurden in den folgenden Jahrzehnten die Produktionskapazitäten erhöht und bessere gastronomische Voraussetzungen geschaffen.

1855 wurde von Handbetrieb auf Dampfbetrieb umgestellt, im folgenden Jahr der Ausschankgarten erheblich vergrößert und eine Restauration eingerichtet, deren Leitung ein Gastwirt übernahm.