Das Bockbrauerei-Gelände ist an die Bauwert-Investment-Group verkauft worden

Wieder soll ein Kultur- und Gewerbegebiet verschwinden. Das 13.000 m2 umfassende Areal zwischen Fidicinstraße und Schwiebusser-Straße beherbergt etwa 30 Kultur- und Gewerbebetriebe. Bis auf ein Gebäude soll alles abgerissen werden um für den Neubau von 320 Wohnungen Platz zu schaffen.

Die Bauwert-Investment-Group ist unter anderem dafür bekannt bundesweit hochpreisige Luxuswohnungen zu errichten.


Hintergrundinformationen zur Bauwert-Investment-Group, Kurfürstendamm 21

Zitate aus deren Website:
„Die BAUWERT Investment Group gehört zu den führenden Projektentwicklern in Deutschland. Sie hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre zu einem der wichtigsten Unternehmen beim Prime Development entwickelt. Das Kerngeschäft bilden gehobene Büro- sowie Einzelhandelsimmobilien in innerstädtischer Top-Lage der deutschen Metropolen und exklusive Immobilien zum Wohnen in den sehr guten Gegenden von Berlin.“

„Über 400 Gebäude mit mehr als 1.800.000 Quadratmetern Nutzfläche und einem Investitionsvolumen von rund 4,2 Milliarden Euro bilden die Grundlage unserer Erfahrung.“

„Zu unseren Investoren zählen die kapitalstärksten Immobilienanleger der Bundesrepublik.“

Vorstände der Bauwert-Investment-Group:

Dr. Jürgen Leibfried, Richard-Strauss-Str. 22 (Berlin-Grunewald)
Michael Staudinger

 
Aufsichtsräte der Bauwert-Investment-Group:

Lothar Lanz
auch im Aufsichtsrat der Axel Springer AG, bei Zalando, TAG-Immobilien und Home24

Prof. Dr. Herbert Henzler
bis 2001 "European Chairman" von McKinsey & Company
von 2002 bis 2012 Vorsitzender des Beirates der Credit Suisse Deutschland
Berater bei der Investitionsbank Moelis & Company
Aufsichtsrat beim FC Bayern München
Mitglied des Beirates der Deutschen Bahn AG

Dr. Bernhard Heiss
Rechtsanwalt und Unternehmer mit Schwerpunkt im Medienbereich
bis 2005 Partner bei der führenden Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer

Im Januar 2016 wurde noch von allen Seiten bestritten, dass das Bockbrauerei-Gelände verkauft werden soll, aber schon am 03.07.2015 wurde die BAUWERT-FIDICINSTRASSE-GmbH in das Handelsregister Regensburg eingetragen.
namentlich: Jürgen Leibfried
                Michael Staudinger, beide BAUWERT INVESTMENT GROUP
                Patrick Reich, APELLAS ASSET MANAGEMENT GmbH, Potsdamer Platz 5
                (APELLAS gehört zum Imperium von George Soros)


Der Löwenanteil der Bauwert-Investment-Group-Projekte sind Luxus-Eigentumswohnungen im Verkaufswert bis zu 20.000 Euro pro qm. Mietwohnungen sind nur ganz selten unter 14 Euro Kaltmiete pro qm zu haben.


Zum Konflikt Freudenberg Areal

2013 wurden erste Planungen zur Bebauung des im Friedrichshainer Trave-Kiez gelegenen, 2,6 ha großen Freudenberg-Areals bekannt. Seitdem protestieren die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger gegen die geplante dichte Bebauung mit über 650 Wohnungen. In selbst organisierten Fachgesprächen und in einem Bürgerantrag warben sie für geringere Wohnbebauung sowie dafür, auf der letzten großen Freifläche dieses dicht besiedelten Kiezes stattdessen etwas gegen den eklatanten Grünflächenmangel und die Unterversorgung an sozialer Infrastruktur zu tun. Der Berliner Senat hat sich über alle diese Einwände hinweggesetzt.

Mit Versprechungen eines Bürgerzentrums, dem Bau einer Kita, billigen Wohnungen und eines angeblich großen Parks hat die Bauwert Investment Group den Bezirk überzeugt, die ursprünglich geplante Wohnungsanzahl von 230 auf nunmehr 659 fast verdreifachen zu dürfen.

Mitte Februar 2015 erteilte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die Baugenehmigung an die Bauwert Investment Group für das Freudenberg-Areal. Rechtswidrig wurde eine Umweltverträglichkeitsvorprüfung unterlassen.

Jürgen Leibfried ist inzwischen jegliche Sozialverpflichtung losgeworden, indem die HOGOWE diese übernimmt. Sie kauft der Bauwert 122 Wohnungen aus Steuermitteln kostendeckend ab und finanziert eine Kita. Leibfried kann mit den übrigen 537 Wohnungen den maximalen Profit erzielen.

Die Bauwert Investment Group wird mit diesem Projekt über 50 Millionen Euro Gewinn erzielen.

Als öffentliche Grünfläche verbleiben von den 26.000 m² nur noch 1.800 m². Entgegen vorausgegangener Versprechungen bleibt dieser „große Park“ nun Privatgrundstück und wird nicht dem Bezirk übertragen.

http://block74.traveplatz-berlin.de
http://www.bmgev.de/mieterecho
Film: „Wem gehört die Stadt“ (ab Min 47:35 Freudenbergareal und Kronprinzengärten)


Die Zerstörung der Friedrichswerderschen Kirche (Berlin Mitte) durch die Bauwert Investment Group

2001 wurde die aufwendig restaurierte Friedrichswerdersche Kirche zur Außenstelle der Nationalgalerie für die Skulpturen des Berliner Klassizismus. Die einzige komplett erhaltene Kirche Karl Friedrich Schinkels in der Altstadt Berlins.

Die sehr teure Restaurierung wurde von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz auf dem Hintergrund finanziert, dass die Friedrichswerdersche Kirchgemeinde das Gebäude den Staatlichen Museen für 99 Jahre zur Nutzung überlassen hat.

Seit 2012 steht die Kirche nun leer und ist für Besucher wegen Einsturzgefahr gesperrt.

Der Grund dafür, der Bau von siebenstöckigen Luxuswohnanlagen der Bauwert Investment Group direkt an den historischen Fassaden der Kirche.

Es wurde eine sieben Meter tiefe Baugrube für Tiefgaragen ausgehoben. Die linke Kirchenhälfte neigte sich in diese Baugrube, es bildeten sich Risse durch das gesamte Gebäude, tragende Rippen im Gewölbe, Marmorstufen und Fensterpfeiler zerbrachen.

Alle Skulpturen der Nationalgalerie mussten evakuiert werden, die unter Denkmalschutz stehende Kirche war verwüstet und wurde gesperrt.

Heute sind die so genannten ›Kronprinzengärten‹ fertig gestellt und fast alle Luxus-Wohnungen sind verkauft. (Verkaufspreise bis zu 20.000 Euro pro qm)

Beim Richtfest im September 2015 lobte Bausenator Andreas Geisel (SPD) das Bauvorhaben als ein „gelungenes Beispiel einer Wiederbelebung dieses bedeutsamen Standortes“ im Beisein der Urenkelin von Kaiser Wilhelm II, Prinzessin Christa von Preußen, und weiteren 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Hochadel.

Die Millionen teure „Sanierung“ der Kirche beschäftigt Jürgen Leibfried immer noch. Ob das Museum jemals wieder zurückkehrt bleibt fraglich.

Diese Luxuswohnanlage, im Abstand von fünf Metern an die Kirchenfassade gebaut, wurde 1999 im Rahmen eines Bieterverfahrens vom Berliner Senat (Peter Strieder) genehmigt.

Trotz diesem Debakel und massiver Proteste wurde jetzt noch ein weiteres Luxus-Wohn- projekt der Frankonia Eurobau direkt an der Kirche genehmigt.

http://www.art-magazin.de

Peter Strieder, heute Wirtschaftsberater, ermöglichte der Firma ›F 100-Investment AG‹ auf dem allerletzten echten ›Filetgrundstück‹ im Herzen des neuen Berlins, Leipziger/ Ecke Potsdamer Platz, die Umgehung des Bebauungsplans.

Gegen den Willen des Bezirks, der dort Wohnungsbau vorschreibt, wird der Investor durch Strieders Insiderwissen lukrativere Bürokomplexe errichten können.

 Dr. Jürgen Leibfried, der in seiner Villa auch schon mal Henry Kissinger empfängt, um die Finanzierung des Wiederaufbaus des Berliner Schlosses voranzutreiben pflegt Kontakte zu allerlei Prominenz:

„Als die Sonne unterging, Lachs, Spargel und Erdbeeren verputzt waren und der kühle Riesling in den Gläsern perlte, fand sich ein sehr vergnügter Guido Westerwelle auf der Terrasse mit Blick auf das Panorama der Stadt ein und freute sich über das Spendenergebnis des Abends: 50 000 Euro waren für die Parteikasse zusammengekommen. "Das reicht zwar nicht für den nächsten Wahlkampf, aber es ist ein Haufen Geld", sagte der FDP-Vorsitzende. "Und später mache ich euch da oben noch eine Führung", sagte Westerwelle und deutete mit dem Zeigefinger auf die Reichstagskuppel. Zu den gut vernetzten und gut betuchten Freunden der FDP gehören Kunstsammler Erich Marx, Suzanne und Roland Oetker aus Düsseldorf, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Bauunternehmer Jürgen Leibfried mit Ehefrau Serap, das Unternehmerpaar Sandra und Gerhard Pabst, Rechtsanwalt Cord-Henning Brandes, der Historiker Arnulf Baring mit Ehefrau Gabriele und Carin Pepper (Europa-Center).“
(Die Welt 02.05.2005)

„Um die Rodung eines etwa 100 Meter langen Uferstreifens auf der Halbinsel Schwanenwerder ist ein Streit zwischen Anwohnern, Naturschutzbund und Eigentümer Jürgen Leibfried entbrannt. Der Besitzer des Grundstücks an der Inselstraße 1a-3 hat in der vergangenen Woche die Vegetation am Ufer - Schilf und Weiden - entfernen lassen. Dies sei ohne Genehmigung geschehen, sagt Ulrike Kielhorn vom Naturschutzbund Berlin. Sie beklagt, dass wertvolle Brutstätten für Wasservögel und Laichgebiete für Amphibien verloren gegangen sind. Auch Anwohner Georg Schertz ist empört. Ein Eingriff in die Ufervegetation sei untersagt gewesen, sagt er. Deshalb hätte das Natur- und Grünflächenamt noch während der Rodung einen Arbeitsstopp verhängt, den der Eigentümer ignoriert habe.“
(Morgenpost 29.04.2004)

›Tresor‹ muss Edel-Meile weichen„In Berlins Techno-Tempel wird getanzt bis der Bagger kommt. Tschüs, Tresor-Techno. Der Szene-Club muss spätestens zum Jahresende schließen, weil die Topadresse an der Leipziger Straße 126-130 mit drei luxuriösen Geschäfts-Wohnhäusern der Bauwert Property Group bebaut wird. „Wir investieren knapp 100 Millionen Euro“, verriet Bauwert-Geschäftsführer Dr. Jürgen Leibfried, als er die drei Schmuckstücke vorstellte. Sie sollen Ende 2004 fertig sein: Dann können auf etwa 11 000 Quadratmetern Büros einziehen, zum Wohnen gibt's Platz auf 2900 qm, Arkaden-Läden entstehen auf 1100 Quadratmetern. Zwei der geplanten Luxus-Gebäude entwarf das Architekturbüro Patzschke.“
(Berliner-Kurier 15.06.2002)

„Unberührt vom hektischen Treiben der Großstadt und dennoch mittendrin, treffen sich im exklusiven International Club Berlin Persönlichkeiten aus Diplomatie, Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft zu Austausch sowie sportlicher und geselliger Entspannung.“

Jürgen Leibfried ist Mitglied in diesem Club