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Pressemitteilung 22.02.2016 von der Initiative Karla Pappel: Zur Vernichtung preiswerten Wohnraumes in der Heidelberger Straße

In der Heidelberger Str. 15-18 stehen laut Baustadtrat Blesing 66 Wohnungen leer.
Die Genossenschaft Wohnungsbauverein Neukölln (WBV Neukölln) plant dort die Vernichtung preiswerten Wohnraums, um an gleicher Stelle wesentlich teurere Wohnungen zu errichten. Die Zerstörung günstigen Wohnraums ist für uns nicht hinnehmbar.

Wir verlangen von der Bezirksbürgermeisterin, die Baugenehmigung für die Heidelberger Str. 15-18 zurückzunehmen.
Wir fordern vom Senat, die leerstehenden Wohnungen in der Heidelberger Str. 15-18 zu beschlagnahmen und in Abstimmung mit dem Vorstand der Genossenschaft WBV Neukölln die folgenden Bevölkerungsgruppen zu bezahlbaren Konditionen (4,23 € netto kalt — wie bisher) zu vermieten.

Diese sind zu vergeben an bzw. über:
Verdrängte ehemalige Mieter_innen der Heidelberger Str.
Initiative „Moabit hilft“ (Flüchtlinge)
LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales) (Flüchtlinge)
Hartz IV – Empfänger_innen
Prekär arbeitende Menschen, deren Geld für die Miete kaum reicht
Wohnungslose
Student_innen der Berliner Hochschulen (Kontakt über ASTA)
Menschen, die durch die Weiterführung der A100 verdrängt wurden bzw. werden (Stichwort Beermannstr 20-22)
Alleinerziehende
Rentner_innen
Migrant_innen der 2. bzw. 3.Generation
Selbständige, welche Aufstocker beim Jobcenter sind und andere von Verdrängung und Mieterhöhung Betroffene.

Erstunterzeichner_innen der Erklärung:
Karla Pappel — Stadtteilinitiative gegen Mieterhöhung & Verdrängung
Genossenschaft von unten — Initiative von Mitglieder der Berliner Wohnungsbaugenossenschaften
Marlis Fuhrmannn (stv. Fraktionsvors. in der BVV Neukölln für DIE LINKE)
FuldaWeichsel — Mieter_innenIni
Berliner Wassertisch (Gerlinde Schermer, Ulrike von Wiesenau)
Ruth Luschnat (aktiv im Bündnis für eine solidarische Stadt)
Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG