STOPP! des sogenannten „Beteiligungsverfahrens“ auf dem Dragoner Areal in Kreuzberg 61

Die bisherigen Ergebnisse der Planungen sind für den Stadtteil katastrophal.

Wir brauchen keine weitere Stadtplanung von Oben, die den Bedarf und die Bedürfnisse der Bewohner*innen überhaupt nicht berücksichtigt.
 
Entwurf Dragoareal

Bebauungsentwurf für das Dragonergelände: die dunkel markierten Neubauten werden das Areal verdichten und keinen Platz lassen für Aktivitäten in der Nachbarschaft.

Von Anfang an wurden uns im sogenannten „Beteiligungsverfahren“ die Ziele des Senats vorgesetzt — so die umfangreiche Wohnbebauung — und als Modellprojekt verkauft.


Versprochen wurde ein „Kiezraum“, um im Stadtteil unabhängige Treffen zu ermöglichen und zu überlegen, was wir auf dem „Dragoner Areal“ brauchen und wollen. Er ist nach drei Jahren immer noch nicht fertig gestellt.

Stattdessen wurde mit viel Geld, vielen Büros und Gutachten eine „Beteiligungsindustrie“ geschaffen, die eine Beteiligung von „Unten“ nur vortäuscht und die Baupläne des Senats rechtfertigen soll.

Warum wird im Stadtteil nicht die Verdrängung von Mieter*innen, Kulturprojekten und kleinen Gewerbetreibenden endlich gestoppt?

Warum wird nicht der Autoverkehr beschränkt?
Warum wird nicht das Postscheckamt mit kommunalen und bezahlbaren Wohnungen umgebaut?

Wir fordern einen umgehenden Stopp der Pläne für das „Dragoner Areal“ und eine wirkliche Diskussion von Unten darüber, was der Stadtteil, die Nachbar*innen auf dem Areal wollen und brauchen.

Kreuzberg ist schon jetzt der am dichtesten besiedelte Bezirk in Berlin!

Keine weitere Verdichtung, Wohnungsklotzbebauung, Zubetonierung, Stadtnaturzerstörung, Verkehrsbelastung in einem Stadtteil, wo ringsum bezahlbare Wohnungen verschwinden, Luxusneubauten wachsen, der Verkehr die Luft zum Atmen nimmt, Brachflächen zerstört werden!

„Das Dragoner Areal“ braucht umfassenden Ensemble- und Denkmalschutz!

Nachbar*innen und Stadtteilinitiativen